
An diesem Montag rollt die Bundesregierung dem syrischen Präsidenten Ahmed al-Scharaa den roten Teppich aus. Bei dem Staatsbesuch geht es auch um die Rückkehr von in Deutschland lebenden Syrern. Die Frage ist heikel: Kehren Grundsicherungsempfänger zurück, entlastet das die deutschen Sozialkassen. Ärzte hingegen werden dringend gebraucht - in Deutschland wie in Syrien. Fragen und Antworten dazu.
Wie viele Syrer leben derzeit in Deutschland?
Ende 2025 lebten rund 935.000 Menschen aus Syrien in Deutschland, wie eine vorläufige Auszählung des Statistischen Bundesamtes zeigt. Schätzungsweise sind 30 bis 40 Prozent von ihnen minderjährig. Die allermeisten von ihnen kamen seit 2015 ins Land, davor lebten nur rund 60.000 Syrerinnen und Syrer in Deutschland. Nach der Türkei und der Ukraine ist Syrien das Land, aus dem die meisten Ausländer in Deutschland kommen. Die Zuwanderung ist seit dem Ende des Assad-Regimes Ende 2024 deutlich zurückgegangen. 2023 stellten gut 76.000 Syrer einen Asylantrag, 2024 waren es noch rund 23.000.
Wie viele Menschen aus Syrien wurden eingebürgert?
Laut dem Datendienst Statista haben in den vergangenen zehn Jahren rund 250.000 Syrerinnen und Syrer die deutsche Staatsangehörigkeit angenommen. Die Zahl der Einbürgerungen stieg ab 2021 rasant an, weil ab diesem Jahr immer mehr frühere Asylbewerber die Voraussetzungen dafür erfüllten. Allein von 2022 bis Ende 2024 wurden etwa 200.000 Menschen aus Syrien eingebürgert. Das ist auch ein Grund, warum die Zahl der Syrer in Deutschland sinkt. Ende 2024 lebten noch rund 970.000 Menschen mit syrischem Pass im Bundesgebiet. Eine syrische Einwanderungsgeschichte haben aber 1,22 Millionen Me
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